Home Staging ist nicht nur für den Verkauf gedacht
Wenn von Home Staging die Rede ist, denken die meisten an Eigentumswohnungen oder Häuser, die möglichst schnell und zu einem guten Preis verkauft werden sollen. Dabei wird ein Bereich oft übersehen: die Vermietung. Auch Mietwohnungen profitieren von einer professionellen Präsentation, manchmal sogar stärker als Kaufobjekte.
Der Grund liegt auf der Hand: Mietwohnungen werden häufig im leerstehenden Zustand vermarktet. Die Vormieter sind ausgezogen, die Wohnung ist frisch gestrichen oder saniert, aber auf Fotos wirkt sie leer und steril. Genau hier kann virtuelles Staging einen spürbaren Unterschied machen, ohne dass physische Möbel organisiert, geliefert und wieder abgeholt werden müssen.
Warum Staging bei der Vermietung anders funktioniert als beim Verkauf
Käufer und Mieter haben unterschiedliche Perspektiven auf eine Immobilie. Wer kauft, trifft eine langfristige Investitionsentscheidung. Wer mietet, sucht ein Zuhause, das zu seiner aktuellen Lebenssituation passt. Diese unterschiedliche Psychologie hat direkte Auswirkungen darauf, wie Staging eingesetzt werden sollte.
Was Käufer sehen wollen
- Potenzial: Wie könnte ich diesen Raum nach meinen Vorstellungen gestalten?
- Qualität: Sind Böden, Fenster und Ausstattung wertig?
- Investitionssicherheit: Lohnt sich der Kaufpreis langfristig?
Was Mieter sehen wollen
- Alltagstauglichkeit: Passt mein Sofa in dieses Wohnzimmer? Ist die Küche groß genug?
- Wohnlichkeit: Kann ich mich hier sofort wohlfühlen?
- Praktikabilität: Wo stelle ich meinen Schreibtisch hin? Passt ein Doppelbett ins Schlafzimmer?
Virtuelles Staging für Mietwohnungen sollte deshalb stärker auf Alltagsszenarien setzen als auf hochwertige Designmöbel. Funktionale Einrichtung, realistische Proportionen und neutrale Stile sprechen Mieter erfahrungsgemäß besser an als exklusive Interior-Design-Konzepte.
Wann sich virtuelles Staging für Vermieter lohnt
Nicht jede Mietwohnung braucht virtuelles Staging. Es gibt aber typische Situationen, in denen es besonders sinnvoll ist.
Leerstehende Wohnungen mit Vermietungsschwierigkeiten
Wenn eine Wohnung trotz realistischem Mietpreis und guter Lage nicht vermietet wird, liegt es häufig an der Präsentation. Leere Räume auf Fotos vermitteln kein Wohngefühl. Interessenten scrollen weiter, weil sie sich die Nutzung nicht vorstellen können. Praktische Strategien, um Leerstand zu reduzieren und Mietwohnungen aufzuwerten, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.
Kleine Wohnungen, die größer wirken sollen
Gerade bei kleinen Wohnungen kann gezieltes Staging die Raumwahrnehmung verbessern. Passend proportionierte Möbel zeigen, dass der Raum funktional nutzbar ist, auch wenn er auf den ersten Blick kompakt wirkt.
Frisch sanierte Wohnungen ohne Charakter
Nach einer Sanierung sind Wohnungen oft in einwandfreiem Zustand, wirken aber steril. Weiße Wände, neue Böden, keine Spuren von Leben. Virtuelles Staging gibt diesen Räumen eine Identität und hilft Interessenten, eine emotionale Verbindung aufzubauen.
Mehrere Einheiten im gleichen Gebäude
Hausverwaltungen und Eigentümer mit mehreren Mieteinheiten stehen regelmäßig vor der gleichen Herausforderung. Ein standardisierter Staging-Prozess kann hier viel Zeit sparen und gleichzeitig die Qualität der Inserate auf einem konstant hohen Niveau halten.
Wann Staging bei Mietwohnungen weniger sinnvoll ist
Transparenz gehört dazu: Es gibt auch Situationen, in denen virtuelles Staging bei Mietwohnungen keinen wesentlichen Mehrwert bringt.
In Märkten mit extremer Nachfrage
In Städten oder Lagen, in denen jede Wohnung innerhalb weniger Tage vermietet wird, ist der zusätzliche Aufwand oft nicht nötig. Wenn die Nachfrage das Angebot stark übersteigt, reichen sachliche Fotos und eine klare Beschreibung.
Bei möbliert vermieteten Wohnungen
Wenn die Wohnung möbliert vermietet wird, zeigen die Fotos bereits die tatsächliche Einrichtung. Virtuelles Staging wäre hier überflüssig und könnte sogar irritieren, wenn die gezeigten Möbel von der realen Einrichtung abweichen.
Bei Wohnungen mit starkem Renovierungsbedarf
Wenn eine Wohnung sichtbare Mängel hat, die auf den Fotos erkennbar sind, kann Staging den falschen Eindruck erwecken. Hier ist es ehrlicher, die Wohnung im Ist-Zustand zu zeigen und gegebenenfalls den niedrigeren Mietpreis als Argument zu nutzen.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung für Vermieter
Bei Mietwohnungen ist die Kosten-Nutzen-Rechnung anders als beim Verkauf. Beim Verkauf kann Staging den Verkaufspreis um einen höheren Betrag steigern, als die Staging-Kosten ausmachen. Bei der Vermietung geht es stärker darum, die Leerstandszeit zu reduzieren.
Eine einfache Beispielrechnung
Angenommen, eine Wohnung hat eine Kaltmiete von 800 Euro pro Monat. Jeder Monat Leerstand kostet den Vermieter 800 Euro entgangene Miete plus laufende Nebenkosten. Wenn virtuelles Staging die Vermietung auch nur um zwei Wochen beschleunigt, sind das bereits 400 Euro eingesparte Leerstandskosten.
Dem stehen die Kosten für virtuelles Staging gegenüber. Bei Exposely können Sie mit 3 kostenlosen Bildern pro Monat starten und die Ergebnisse zunächst testen. Einzelbilder kosten 2 Euro pro Bild. Für Vermieter mit regelmäßigem Bedarf bieten sich die Abonnements an: Der Starter-Plan für 19 Euro pro Monat umfasst ein monatliches Bildkontingent, der Pro-Plan für 49 Euro pro Monat bietet zusätzlich White-Label-Funktionen, und der Business-Plan für 99 Euro pro Monat eignet sich für Hausverwaltungen mit höherem Volumen und Teamfunktionen.
Die Rechnung geht in den meisten Fällen auf, wenn die Wohnung nicht ohnehin innerhalb weniger Tage vermietet wird.
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Staging für Mieter: Andere Stile, andere Prioritäten
Wie bereits erwähnt, unterscheidet sich die Zielgruppe bei der Vermietung vom Verkauf. Das sollte sich auch in der Stilwahl widerspiegeln.
Empfohlene Stile für Mietwohnungen
- Modern-funktional: Klare Linien, neutrale Farben, alltagstaugliche Möbel. Spricht eine breite Zielgruppe an.
- Skandinavisch: Hell, freundlich, unkompliziert. Besonders beliebt bei jüngeren Mietern und Familien.
- Gemütlich-warm: Etwas mehr Textur und Farbe. Funktioniert gut bei Wohnungen, die heimelig wirken sollen.
Stile, die bei Mietwohnungen weniger gut funktionieren
- Luxuriös-exklusiv: Kann bei einer Mietwohnung übertrieben wirken und falsche Erwartungen wecken.
- Stark individuell: Ausgefallene Einrichtungskonzepte sprechen nur einen kleinen Teil der Suchenden an.
Erfahrungsgemäß gilt: Je neutraler und funktionaler das Staging, desto breiter die Ansprache. Bei Mietwohnungen ist es besser, wenn sich möglichst viele Interessenten vorstellen können, dort zu leben, als wenn das Staging nur einer bestimmten Geschmacksrichtung entspricht.
Rechtliche Hinweise: Kennzeichnungspflicht gilt auch bei Mietwohnungen
Was für den Verkauf gilt, gilt gleichermaßen für die Vermietung: Virtuell möblierte Bilder müssen als Visualisierung gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungspflicht besteht unabhängig davon, ob eine Wohnung verkauft oder vermietet wird.
Empfohlene Formulierungen
- "Virtuell möblierte Ansicht zur Veranschaulichung"
- "Beispielhafte Einrichtung, nicht im Mietumfang enthalten"
- "Digitale Visualisierung, die Wohnung wird unmöbliert vermietet"
Besonders bei Mietwohnungen ist es wichtig, klar zu kommunizieren, dass die gezeigten Möbel nicht zur Wohnung gehören und nicht im Mietpreis enthalten sind. Weitere Informationen zur schnelleren Vermietung von Wohnungen und ergänzende Strategien finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Praktischer Ablauf: So setzen Sie Staging für Mietwohnungen um
Schritt 1: Die richtigen Räume auswählen
Nicht jeder Raum braucht Staging. Konzentrieren Sie sich auf die Räume, die den stärksten Eindruck hinterlassen: Wohnzimmer, Schlafzimmer und bei offenen Grundrissen der kombinierte Wohn-Essbereich. Bad und Flur können in der Regel ohne Staging fotografiert werden.
Schritt 2: Fotos im leeren Zustand aufnehmen
Fotografieren Sie die ausgewählten Räume bei Tageslicht. Achten Sie auf aufgeräumte Flächen und eine Perspektive aus der Raumecke. Drei bis fünf gute Fotos der Schlüsselräume genügen für einen überzeugenden Auftritt.
Schritt 3: Stil passend zur Zielgruppe wählen
Überlegen Sie, wer die Wohnung voraussichtlich mieten wird. Eine Studentenwohnung in Uninähe braucht einen anderen Stil als eine Familienwohnung im Vorort. Wählen Sie den Stil entsprechend aus.
Schritt 4: Inserat mit gemischten Bildern erstellen
Kombinieren Sie virtuell möblierte Bilder mit unbearbeiteten Fotos. So sehen Interessenten sowohl das Potenzial als auch den tatsächlichen Zustand. Das schafft Vertrauen und vermeidet Enttäuschungen bei der Besichtigung.
Schritt 5: Kennzeichnung nicht vergessen
Versehen Sie alle virtuell möblierten Bilder mit einem entsprechenden Hinweis. Das ist nicht nur rechtlich erforderlich, sondern stärkt auch Ihre Glaubwürdigkeit als Vermieter.
Der kostenlose Einstieg für kleine Vermieter
Für private Vermieter mit einzelnen Wohnungen ist die Einstiegshürde besonders wichtig. Nicht jeder möchte sofort ein Abonnement abschließen, wenn er nur gelegentlich eine Wohnung neu vermietet.
Genau dafür eignet sich das kostenlose Kontingent von 3 Bildern pro Monat bei Exposely. Damit lässt sich testen, ob virtuelles Staging für die eigene Situation einen Unterschied macht, ohne finanzielle Verpflichtung. Für die meisten Einzelwohnungen reichen drei bis vier Bilder aus, um die Kernräume aufzuwerten.
Wer nach dem Test feststellt, dass die Ergebnisse überzeugen, kann bei Bedarf Einzelbilder für 2 Euro hinzubuchen oder auf einen der Tarife umsteigen.
Fazit: Staging bei Mietwohnungen ist ein unterschätztes Werkzeug
Home Staging ist kein exklusives Verkaufsinstrument. Gerade bei Mietwohnungen, die häufig im leerstehenden Zustand vermarktet werden, kann virtuelles Staging die Attraktivität der Inserate spürbar verbessern und die Leerstandszeit verkürzen.
Der Schlüssel liegt darin, realistisch zu bleiben: Funktionale Stile, neutrale Einrichtung und transparente Kennzeichnung. Nicht jede Wohnung braucht Staging, aber dort, wo leere Räume die Vermarktung bremsen, ist es ein pragmatisches und kostengünstiges Werkzeug, das sich schnell bezahlt machen kann.
Vermieter und Hausverwaltungen, die den Prozess einmal etabliert haben, berichten erfahrungsgemäß von einer konstant besseren Inseratqualität und häufig auch von kürzeren Vermietungszeiten. Der Einstieg ist niedrigschwellig und das Risiko gering.
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