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Home-Staging-Statistiken richtig einordnen: Was Zahlen leisten und was nicht

Warum Home-Staging-Zahlen hilfreich sein können, aber keine Verkaufsgarantie sind: ein vorsichtiger Blick auf NAR-Daten und Praxisannahmen.

Exposely Redaktion7 Min. Lesezeit

Zahlen helfen, aber sie verkaufen keine Immobilie

Home Staging wird oft mit beeindruckenden Prozentwerten beworben. Schnellere Vermarktung, höhere Angebote, mehr Anfragen. Solche Zahlen können Orientierung geben, sie dürfen aber nicht als Garantie für ein einzelnes Objekt verstanden werden.

Der Grund ist einfach: Immobilien unterscheiden sich stark. Lage, Zustand, Preisstrategie, Marktnachfrage, Fotos, Zielgruppe und Maklerprozess beeinflussen das Ergebnis. Staging ist ein Baustein, nicht der gesamte Verkaufsprozess.


Was die NAR-Erhebung 2025 sagt

Die National Association of REALTORS veröffentlicht regelmäßig Daten zum Thema Home Staging. In der 2025er Erhebung sagten 83 Prozent der befragten Käufermakler, dass Staging es Käufern erleichtere, sich eine Immobilie als zukünftiges Zuhause vorzustellen.

Laut NAR-Pressemitteilung berichteten außerdem 29 Prozent der Immobilienprofis, dass Staging bei Verkäuferobjekten zu einem 1 bis 10 Prozent höheren Angebotswert beigetragen habe. Rund die Hälfte der Verkäufermakler beobachtete eine kürzere Vermarktungsdauer.

Das sind interessante Hinweise. Sie stammen aber aus dem US-Markt und aus Befragungen von Immobilienprofis. Sie sind keine kontrollierte deutsche Marktstudie und keine Zusage, dass ein bestimmtes Objekt mehr erzielt oder schneller verkauft wird.


Wie man solche Zahlen korrekt nutzt

Seriös ist diese Formulierung:

"Internationale Maklerbefragungen legen nahe, dass Staging die Vorstellungskraft von Interessenten unterstützen kann. Der konkrete Effekt hängt vom Objekt und Markt ab."

Riskant wäre dagegen:

"Mit Home Staging verkaufen Sie garantiert schneller und teurer."

Die zweite Aussage macht ein Ergebnisversprechen. Genau das sollte in Expose- und Marketingtexten vermieden werden.

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Was virtuelles Staging an der Rechnung verändert

Virtuelles Staging hat einen anderen Kostenrahmen als physisches Staging. Wenn ein einzelnes Bild nur wenige Euro kostet, ist die Einstiegshürde gering. Dadurch kann schon ein kleiner positiver Effekt wirtschaftlich interessant sein.

Trotzdem bleibt auch hier Vorsicht wichtig. Ein niedriger Preis bedeutet nicht automatisch messbaren Mehrerlös. Der Nutzen entsteht nur, wenn:

  • die Ausgangsfotos gut sind
  • die Visualisierung realistisch wirkt
  • die Möbel zum Raum passen
  • der reale Zustand transparent gezeigt wird
  • die Anzeige insgesamt korrekt und vollständig ist

Eigene Daten sind wertvoller als Branchenwerte

Makler und Hausverwaltungen sollten nach Möglichkeit eigene Vergleichswerte sammeln:

  • Wie viele Anfragen erzeugt ein Inserat vor und nach besserer Bildauswahl?
  • Wie oft werden virtuell möblierte Bilder gespeichert oder angeklickt?
  • Welche Objekte brauchen trotz Staging lange?
  • Bei welchen Objektarten lohnt sich der Aufwand sichtbar?

Solche internen Daten sind näher an der eigenen Zielgruppe als allgemeine Branchenzahlen.


Quellen und Einordnung

Die genannten Zahlen beziehen sich auf den US-Markt und sollten für Deutschland nur als vorsichtige Orientierung genutzt werden.

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